Theorie #1: Diskurstheorie

Diskurstheorie - Schlagwörter

Dis­kurs­theo­rie:

In der Sozio­lo­gie exis­tiert der Grund­kon­sens, dass die Bezie­hun­gen der Men­schen zuein­an­der und zu ihrer Welt nicht ein­fach gege­ben sind, son­dern inner­halb kol­lek­tiv-ver­bind­li­cher und sich ste­tig wan­deln­der Wis­sens­sys­te­me erzeugt und ver­mit­telt wer­den (vgl. auch Krä­mer 2019). Bei der Unter­su­chung der gesell­schaft­li­chen Bedeu­tung die­ser Wis­sens­sys­te­me haben Dis­kurs­ana­ly­sen in den letz­ten zwei Jahr­zehn­ten an enor­mer Bedeu­tung gewon­nen. Dies gilt beson­ders für jene Ana­ly­se­an­sät­ze, die sich im Theo­rie-Para­dig­ma des fran­zö­si­schen Phi­lo­so­phen Michel Fou­cault bewe­gen. Die Kon­junk­tur der Dis­kurs­theo­rie und der dis­kurs­theo­re­ti­schen Theo­rie­bil­dung lässt sich bei­spiel­haft am inter- und trans­dis­zi­pli­nä­ren Ein­satz auf­zei­gen, die aktu­ell sowohl in den Geschichts-, Sprach-, Lite­ra­tur- und Poli­tik­wis­sen­schaf­ten als auch in der Sozio­lo­gie Anwen­dung fin­det. Mit dem Sozio­lo­gen Rei­ner Kel­ler (2011) voll­zieht sich ihr empi­ri­scher Bezug auf Dis­kur­se immer dann, wenn »sich die theo­re­ti­schen Per­spek­ti­ven und die For­schungs­fra­gen auf die Kon­sti­tu­ti­on und Kon­struk­ti­on von Welt im kon­kre­ten Zei­chen­ge­brauch und auf zugrun­de­lie­gen­de Struk­tur­mus­ter oder Regeln der Bedeutungs(re-)produktion bezie­hen.« (S. 8)

Wie Kel­ler im Anschluss an Fou­cault betont, las­sen sich in die­ser Per­spek­ti­ve Dis­kurs­theo­ri­en als prak­tisch ver­wirk­lich­te und mate­ri­ell sich ver­wirk­li­chen­de Ver­su­che begrei­fen, sozia­le Ord­nungs­ge­fü­ge über eine spe­zi­fi­sche Wis­sens­pro­duk­ti­on über die Zeit zu sta­bi­li­sie­ren, um inner­halb ver­schie­de­ner sozia­ler Fel­der kol­lek­tiv ver­bind­li­che Wahr­neh­mungs-, Bewer­tungs- und Hand­lungs­grund­la­gen und damit immer auch Macht­struk­tu­ren in Form von Hier­ar­chi­en und Klas­si­fi­ka­tio­nen zu insti­tu­tio­na­li­sie­ren (S. 9). Wenn­gleich sich in einer macht­ana­ly­ti­schen Per­spek­ti­ve streng genom­men epis­te­mo­lo­gisch kei­ne Tren­nung zwi­schen Wis­sen und ›Welt‹ – sowie auch kei­ne zwi­schen Wis­sen und ›Selbst‹ – vor­neh­men lässt, akzen­tu­ie­ren dis­kurs­theo­re­ti­sche Unter­su­chun­gen ihrer metho­di­schen Kon­zep­ti­on nach weni­ger die Dimen­si­on einer indi­vi­du­el­len, kör­per­li­chen oder bio­gra­phi­schen Gene­se und rücken statt­des­sen Dis­kur­se und die in ihnen pro­du­zier­ten nor­ma­ti­ven Set­zun­gen ins Zen­trum, wel­che sie als Ergeb­nis sich mate­ria­li­sie­ren­der Sprach­prak­ti­ken begrei­fen.

Vor die­sem Hin­ter­grund fokus­siert die Dis­kurs­theo­rie in der Regel auf die ers­te Schaf­fens­pe­ri­ode von Fou­caults Arbei­ten, die in sei­ner 1969 ver­öf­fent­lich­ten Arbeit »L’Archéologie du savoir« (dt. »Die Archäo­lo­gie des Wis­sens«) mün­det und ver­nach­läs­si­gen jene sub­jekt­zen­trier­ten Über­le­gun­gen, die er in sei­nen nach­fol­gen­den Arbei­ten ent­fal­tet.

Wenn­gleich die post­struk­tu­ra­lis­ti­sche Dis­kurs­theo­rie im Theo­rie­pa­ra­dig­ma Fou­caults anzu­sie­deln ist, so sind für ihre Aus­rich­tung auf Wis­sen u.a. die struk­tur- und pra­xis­theo­re­ti­schen Ansät­ze unter ande­rem von Karl Marx, Pierre Bour­dieu und Antho­ny Gid­dens von zen­tra­ler Bedeu­tung.

So begreift Antho­ny Gid­dens zum Bei­spiel ›Han­deln‹, wor­un­ter er auch kom­mu­ni­ka­ti­ves Han­deln fasst, im Anschluss an Lud­wig Witt­gen­steins »Theo­rie der Sprach­spie­le« als Mate­ria­li­sie­rung von Struk­tur­mus­tern, wel­che ihre Gül­tig­keit erst im kon­kre­ten Hand­lungs­voll­zug ein­for­dern und fort­schrei­ben; die­se somit immer also auch unter­lau­fen und trans­for­mie­ren kön­nen. In die­sem Sin­ne ver­steht Gid­dens jene in actu sich voll­zie­hen­den Gescheh­nis­se weni­ger als die direk­te Fol­ge von Struk­tu­ren, son­dern viel­mehr als Ergeb­nis eines fort­lau­fen­den aktiv-inter­pre­ta­ti­ven Umgangs der Indi­vi­du­en mit die­sen Sprach­mus­tern. Gera­de die­ser Aspekt einer durch Spra­che poten­ti­ell ›ver­wirk­lich­ba­ren‹ Neu­co­die­rung der sym­bo­li­schen Aus­ge­stal­tung des Sozia­len und der so poten­ti­ell voll­zieh­ba­ren Umge­stal­tung von ›Welt‹ stellt ein zen­tra­les Dif­fe­renz­merk­mal des Post­struk­tu­ra­lis­mus gegen­über dem Struk­tu­ra­lis­mus und der ihm zugrun­de­lie­gen­den Annah­me von star­ren Sys­te­men und der deter­mi­nis­ti­schen Her­stel­lung von sozia­ler Ord­nung dar; auf die Spe­zi­fi­ka von Post­struk­tu­ra­lis­mus und Struk­tu­ra­lis­mus sowie ihrer Dif­fe­renz gehe ich in einem spä­te­ren Bei­trag noch näher rein.

Vor die­sem Hin­ter­grund lässt sich die Dis­kurs­theo­rie ihrer­seits als metho­do­lo­gisch gelei­te­tes empi­ri­sches Pro­jekt ver­ste­hen, das dar­auf abzielt, jene sprach­lich kon­sti­tu­ier­ten Wis­sens­fel­der einer kri­ti­schen Prü­fung zu unter­zie­hen, wel­che sozia­le Ord­nungs­sys­te­me kon­sti­tu­ie­ren und somit auch die dar­in in Erschei­nung tre­ten­den Phä­no­me­ne – z.B. Kör­per, Geschlech­ter, Archi­tek­tu­ren, Geset­ze etc. – in eine mate­ri­el­le Gestalt ›über­füh­ren‹, indem sie die­se mit­tels einer bestimm­ten Wis­sens­pro­duk­ti­on erst als bestimm­te Gegen­stän­de sicht­bar machen. Aus­ge­hend von der Annah­me, dass Dis­kur­se somit mäch­ti­ge Kom­ple­xe der Wis­sens- und damit Wirk­lich­keits­er­zeu­gung dar­stel­len, wer­den Dis­kurs­ana­ly­sen von der Annah­me gelei­tet, dass kei­ne nor­ma­len, natür­li­chen oder objek­ti­ven Gegen­stän­de in der Welt exis­tie­ren, son­dern das, was in einer Zeit als nor­mal, wahr oder natür­lich auf­scheint, in Dis­kur­sen pro­du­ziert, also kon­stru­iert wird, und sich die­se ›Wahr­hei­ten‹ in einer mate­ri­el­len Aus­ge­stal­tung des Sozia­len nie­der­schla­gen, unter ande­rem des Den­kens, Ver­ste­hens, Wahr­neh­mens, Ein­ord­nens, Aus­gren­zens, Pro­ble­ma­ti­sie­rens, Füh­lens etc.

Im Gegen­satz zur Dis­kurs­theo­rie von Karl-Otto Apel und Jür­gen Haber­mas fokus­sie­ren die sich metho­do­lo­gisch somit in Fou­caults »Archäo­lo­gie« ein­ord­nen­den Ana­ly­se­an­sät­ze weni­ger auf die Iden­ti­fi­ka­ti­on inter­ak­ti­ver Ide­al­be­din­gun­gen für Argu­men­ta­tio­nen, als viel­mehr auf die Ana­ly­se der Ent­ste­hung und Trans­for­ma­ti­on von rhe­to­ri­schen Prak­ti­ken in Form sprach­li­cher »Aus­sa­gen« (bei Fou­cault »énon­cés«) und ihrer Macht, wel­che in der Mate­ria­li­sie­rung von ›Wahr­heit‹ in Erschei­nung tritt.

Vor die­sem Hin­ter­grund negiert die Dis­kurs­theo­rie die Annah­me einer ein­zi­gen, empi­risch reprä­sen­tier­ba­ren oder in der Natur sedi­men­tier­ten Wahr­heit, wie sie etwa auf Sei­ten  essen­tia­lis­ti­scher Natur­wis­sen­schaf­ten pos­tu­liert wird und betont statt­des­sen, dass das, was in einer Zeit als ›wahr‹ und ›natür­lich‹ gilt, nicht in der ›Natur einer Sache‹ begrün­det lie­gen kann, son­dern das Resul­tat einer zeit­ge­nös­si­schen Wis­sens­pro­duk­ti­on dar­stellt, wel­che im Zuge von Ver­hand­lungs­pro­zes­sen ver­fes­tigt aber auch trans­for­miert wer­den kann.

Der bekann­te deut­sche Dis­kurs­theo­re­ti­ker Sieg­fried Jäger for­mu­liert es wie folgt:

»Das aber heißt, dass wir der Wirk­lich­keit kei­ne Wahr­hei­ten ent­neh­men kön­nen, dass wir sie immer nur auf der Grund­la­ge unse­res eige­nen Wis­sens deu­ten und es immer einen Kampf um unter­schied­li­che Deu­tun­gen geben wird. […] Das bedeu­tet nicht, dass wir als Wis­sen­schaft­le­rIn­nen und damit For­schen­de nicht auf mög­lichst kla­re Begrif­fe ange­wie­sen wären, und somit auch kei­ne Belie­big­keit. Es bedeu­tet aber, dass kein Begriff und kei­ne Theo­rie den Anspruch auf immer gül­ti­ge Wahr­heit erhe­ben kann.« (Jäger 2015, S. 11)

Vor die­sem Hin­ter­grund las­sen sich Dis­kurs­ana­ly­sen ihrer­seits als qua­li­ta­ti­ve For­schungs­pro­gram­me begrei­fen, die Dis­kur­se einer sys­te­ma­ti­schen Prü­fung unter­zie­hen, um die in die­sen pro­du­zier­ten ›Wahr­hei­ten‹ frei­zu­le­gen und gleich­sam ihre Bedeu­tung für weit­rei­chen­de Mate­ria­li­sie­rungs­pro­zes­se aus­zu­wei­sen. In die­ser Per­spek­ti­ve kon­kre­ti­siert Rei­ner Kel­ler (2011) vier zen­tra­le Merk­ma­le für Dis­kurs­ana­ly­sen.

In die­sen heißt es, Dis­kurs­ana­ly­sen:

-»beschäf­ti­gen sich mit dem tat­säch­li­chen Gebrauch von (geschrie­be­ner oder gespro­che­ner) Spra­che und ande­ren Sym­bol­for­men in gesell­schaft­li­chen Prak­ti­ken;

-beto­nen, dass im prak­ti­schen Zei­chen­ge­brauch der Bedeu­tungs­ge­halt von Phä­no­me­nen sozi­al kon­stru­iert und die­se damit in ihrer gesell­schaft­li­chen Rea­li­tät kon­sti­tu­iert wer­den;

-unter­stel­len, dass sich ein­zel­ne Inter­pre­ta­ti­ons­an­ge­bo­te als Tei­le einer umfas­sen­de­ren Dis­kurs­struk­tur ver­ste­hen las­sen, die vor­über­ge­hend durch spe­zi­fi­sche insti­tu­tio­nell-orga­ni­sa­to­ri­sche Kon­tex­te erzeugt und sta­bi­li­siert wird, und

-gehen davon aus, dass der Gebrauch sym­bo­li­scher Ord­nun­gen rekon­stru­ier­ba­ren Regeln des Deu­tens und Han­delns unter­liegt.« (S. 9)

Auch wenn die epis­te­mo­lo­gi­sche Annah­me von der dis­kur­si­ven Viel­falt von ›Wahr­heit‹ kei­ne Erfin­dung Fou­caults oder ande­rer post­struk­tu­ra­lis­tisch aus­ge­rich­te­ter Forscher*innen dar­stellt, son­dern ein Grund­pro­blem der abend­län­di­schen Phi­lo­so­phie, so hebt sich die Dis­kurs­ana­ly­se durch den Unter­schied ab, theo­re­ti­sche Über­le­gun­gen über die Ent­ste­hung von ›Welt‹ durch eine empi­ri­sche Unter­su­chung zu rea­li­sie­ren, die sich auf einen zeit­lich und räum­lich klar umris­se­nen empi­ri­schen Raum beschränkt und somit für Dis­kurs­ana­ly­sen eine »raum-zeit­li­che Situ­ie­rung von Dis­kur­sen« (S. 71) vor­sieht.

Wie Kel­ler auch wei­ter hin­weist, wird mit dem Ana­ly­se­kon­zept der Dis­kurs­ana­ly­se »aller­dings kei­ne spe­zi­fi­sche Metho­de, son­dern eher eine For­schungs­per­spek­ti­ve auf beson­de­re, eben als Dis­kur­se begrif­fe­ne For­schungs­ge­gen­stän­de bezeich­net.« (S. 9) In die­sem Sin­ne set­zen Dis­kurs­ana­ly­sen einer­seits ein inten­si­ves Ver­traut-Machen mit Dis­kur­sen vor­aus, räu­men auf der ande­ren Sei­te gleich­zei­tig aber ein, dass die empi­ri­sche Voll­stän­dig­keit eines Dis­kur­ses — ähn­lich der essen­tia­lis­ti­schen Vor­stel­lung von ›Wahr­heit‹ — eine Fik­ti­on dar­stellt, die empi­risch nicht nach­weis­bar ist; ent­spre­chend dem, was Fou­cault (1969) kon­sta­tiert, wenn er kon­sta­tiert, dass ein Dis­kurs »in sei­ner Tota­li­tät nicht beschreib­bar; und in sei­ner Aktua­li­tät nicht zu umrei­ßen« ist (S. 189; hier­zu zeit­gleich auch sein Kol­le­ge Michel Pêcheux 1969).

Zudem ver­dankt sich die aktu­el­le Popu­la­ri­tät dis­kurs­theo­re­ti­scher Arbei­ten nicht nur dem Ein­fluss Fou­caults und sei­ner viel­fach auf­se­hen­er­re­gen­den The­men­be­zü­ge, son­dern wird fer­ner von einer all­ge­mei­ne­ren glo­ba­len Ent­wick­lung getra­gen: Weni­ger als Resul­tat einer rein bin­nen­wis­sen­schaft­li­chen Ent­wick­lung las­sen sich Dis­kurs­ana­ly­sen eben­so als geis­tes­wis­sen­schaft­li­che Ant­wort auf eine sich im Zuge der Digi­ta­li­sie­rung zuneh­mend trans­for­mie­ren­den Wis­sens- und Infor­ma­ti­ons­ge­sell­schaft begrei­fen. In die­sem Sin­ne wies auch die Wis­sen­schafts­for­sche­rin Hel­ga Nowot­ny (1999) dar­auf hin, dass mit dem exor­bi­tan­ten Anstieg der Wis­sens­pro­duk­ti­on im digi­ta­len Zeit­al­ter einer­seits die öffent­li­che Auf­merk­sam­keit für die Kon­tin­genz von Wis­sen zunimmt aber ande­rer­seits auch ein zuneh­men­des öffent­li­ches Bewusst­sein dafür ent­steht, dass die in Dis­kur­sen pro­du­zier­ten Wahr­hei­ten das Ver­trau­en in eine ein­deu­ti­ge Klas­si­fi­zier­bar­keit der Welt ein­schrän­ken. In die­sem Sin­ne, so Nowot­ny, befin­det sich die aktu­ell zuneh­mend glo­ba­li­sier­te Welt in einer Zeit, in der Tat­sa­chen zuneh­mend ihre Ein­deu­tig­keit, das heißt ihre ein­deu­ti­ge Klas­si­fi­zier­bar­keit, ein­büß­ten. Hier­an schließt sich auch Kel­ler an (2011), wel­cher die­se Ent­wick­lun­gen in ande­ren Fel­dern, zum Bei­spiel in der Wis­sen­schafts- und Tech­nik­for­schung, iden­ti­fi­ziert, wo er mit Ver­weis unter ande­rem auf Bru­no Latours Arbei­ten eine Zunah­me »hybri­der Phä­no­me­ne« fest­stellt, »die sich ein­deu­ti­gen Zurech­nun­gen auf Natur, Gesell­schaft oder Tech­nik ent­zie­hen.« (S. 10) Vor die­sem Hin­ter­grund einer gesell­schaft­lich ent­stan­de­nen Neu-Bewer­tung von Wis­sen sei­en Dis­kur­se »als Pro­zes­se und Ver­su­che der Sinn­zu­schrei­bung und -sta­bi­li­sie­rung von hoher gesell­schaft­li­cher Bedeu­tung.« (ebd.)

Lite­ra­tur

Fou­cault, Michel (1969): L‘archéologie du savoir. Paris: Gal­li­mard.

Jäger, Sieg­fried (2015): Dis­kurs – Inter­pre­ta­ti­on – Her­me­neu­tik. Wein­heim: Beltz Juven­ta.

Kel­ler, Rei­ner (2011): Dis­kurs­for­schung. Eine Ein­füh­rung für Sozi­al­wis­sen­schaft­le­rIn­nen. Wies­ba­den: VS, S. 65–81.

Nowot­ny, Hel­ga (1999): Es ist so. Es könn­te auch anders sein. Frank­furst a.M.: Suhr­kamp.

Pêcheux, Michel (1969): Ana­ly­se auto­ma­tique du dis­cours. Paris: Gal­li­mard.

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Dennis Krämer

Dr. phil., forscht im interdisziplinären Kontext zwischen Sozial- und Sexualwissenschaft und ist aktuell an der Universität Hamburg, Fakultät für Psychologie & Bewegungswissenschaft am Arbeitsbereich "Kultur, Medien und Gesellschaft" beschäftigt. Seine Forschungschwerpunkte liegen im Bereich der Sexual- und Geschlechterforschung, Techniksoziologie und Soziorobotik. In seinen Forschungen kombiniert er theoretische und methodische Ansätze aus den Sozial- und Naturwissenschaften miteinander, um gesellschaftliche Entwicklungen kritisch zu reflektieren und weiterzudenken. Ein zentraler Bezugspunkt in seinen Forschungen stellt der gesellschaftliche Umgang mit Inter* und Trans* Personen dar, welche er hinsichtlich ihrer medizinischen, juristischen sowie auch medialen Behandlung kritisch hinterfragt und hierzu verschiedene theoretische Ansätze u.a. aus dem Spektrum der poststrukturalistischen und postkolonialen Theorie sowie der Körpersoziologie heranzieht.

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praxistheorie - handshaking

Theorie #2: Praxistheorie

Pra­xis­theo­rie: Im Gegen­satz zu Dis­kurs­theo­ri­en beto­nen Pra­xis­theo­ri­en weni­ger eine aus­schließ­lich auf Spra­che basier­te Kon­sti­tu­ti­on von Welt und rücken statt­des­sen den kon­kre­ten kör­per­li­chen Hand­lungs­voll­zug der Indi­vi­du­en in den Fokus sozi­al­wis­sen­schaft­li­cher Ana­ly­sen.

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